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Schlagwort: Uni (Seite 1 von 2)

#42 Masterarbeit

Der Oktober war voll gepackt mit lauter Schreibtischarbeit. Für 3-4 Wochen war ich an den Schreibtischstuhl gefesselt, um meine Masterarbeit fertigzustellen – mit Erfolg.

Damit verbunden war natürlich eine ganze Menge Tipp- und Grafikarbeit. Rumärgern mit ArcGIS gehörte genauso dazu, wie das Rumtricksen mit LaTeX. Folglich fehlte mir die Zeit meine fotografische Vorliebe vollkommen auszuschöpfen. Es blieb mir nur übrig mit dem Schreibtischstuhl zurückzurollen und mit der Kamera bewaffnet die aktuelle Situation auf meinem Schreibtisch bildlich festzuhalten, um meinem „Projekt 50 + 2“ treu zu bleiben und ein Foto für die Woche 42 aufzumehmen. Leider habe ich es in dieser Zeit nicht geschafft, das Bild zu posten. Deshalb wird das hiermit nachgeholt und ich nehme das Projekt wieder auf.

#42 MSc Thesis

#42 MSc Thesis

#12 Oranges Licht

Nach einem Tag im Labor bei schönstem Sonnenschein habe ich noch schnell mein Foto für die letzte Woche aufgenommen und meinem „Projekt 50 + 2“ hinzugefügt.

Das Bild zeigt das alte neue Heizkraftwerk der RWTH Aachen, das seiner besonderen Stahlträgerkonstruktion die weitere Existenz verdankt. Mittlerweile wird das Gebäude nicht mehr als Heizkraftwerk genutzt, sondern dient dem Vorlesungs- und Übungsbetrieb an der RWTH. Die Beleuchtung in der Nacht erscheint wie ein gigantischer, glühender Metallblock.

#12 Orange Light

#12 Orange Light

Griechenland schwarz & weiß

Während dem angekündigten zweiwöchigen Trip durch Griechenland habe ich viele Fotos geschossen, sowohl Geologische, Animalische, Kulturelle, als auch einfach nur nette Erinnerungen an die Reise. Wie versprochen folgen hier einige Eindrücke von der Reise.

Dass Griechenland von etlichen Georisiken betroffen ist, habe ich hier bereits in einem vorigen Beitrag geschildert. Die Wahrscheinlichkeit innerhalb von zwei Wochen Zeuge mindestens einer dieser vielfältigen Risiken zu werden, war also recht hoch. Leider (vielleicht auch zum Glück) sind wir weder von einem Erdbeben, einem Tsunami, einem Waldbrand, noch von einer großen Massenbewegung heimgesucht worden. Dennoch sind uns geologisch einige Überbleibsel solcher rezenter Georisiken begegnet.

Landschaftlich und kulturell boten sich genügend Möglichkeiten Fotos aufzunehmen. Hier folgen zunächst einige Bilder in Schwarzweiß. Weitere sind bereits hier zu finden und werden auch noch folgen.

MYKENE

MYKENE: Ausblick von den antiken Bauten über die weite Ebene von Mykene

meander

Mäander: mäandrierender Fluss im Tal unterhalb von Delphi

Die folgende Bildserie ist aus dem Versuch heraus entstanden, eine scheinbar lose Scholle eines Sandsteinblocks mittels Steinen zu Fall zu bringen. Leider ist der Versuch missglückt.

The GEO Warriors #01

The GEO Warriors #01

The GEO Warriors #02

The GEO Warriors #02

The GEO Warriors #03

The GEO Warriors #03

The GEO Warriors #04

The GEO Warriors #04

broken greenhouse

Altes Gewächshaus

lines in the sky

Rio–Antirrio Brücke

EXIT

EXIT

Griechenland-Exkursion…wir kommen

Noch 5 1/2 Tage und es geht auf nach Griechenland – das Land, das auf mehreren Lithosphärenplatten im östlichen Mittelmeerraum zu Hause ist. Die nordwärtsgerichtete Drift der Afrikanischen Platte zwängt es, auf der Ägäischen Platte gelegen, gegen den Eurasischen Kontinent. Von Osten wird es zusätzlich von der Anatolischen Platte bedrängt. Ein Land voller Gefahren von höherer geologischer Gewalt. Neben erhöhter tektonischer Aktivität warten dort weitere Naturgefahren, wie Waldbrände, Massenbewegungen, Tsunamis und Schlangen auf uns. Die Normalspannung steigt.

Die Exkursion wird uns zwei Wochen in der näheren Umgebung von Athen und der Peleponnes herumkommen lassen. Aufsuchen werden wir natürlich Athen, Loutraki am Golf von Korinth, Sparta – gegrüßet seid ihr Spartiaten -, Pyrgos, Patras und Kaparelli. Besonderes Augenmerk legt die Exkursion also auf Georisiken und die Geologie des südlichen Griechenlands. Vor allem werden wir, wie oben bereits angekündigt, Störungen, Massenbewegungen und Folgen von Waldbränden sehen. Die Karte unten zeigt Erdbeben der letzten zwei Wochen in Griechenland und Umgebung. Insgesamt sind in diesem Zeitraum 286 Beben mit einer Magnitude von mindestens 3.0 aufgetreten. Bleibt die Frage: „Werden wir ein Erdbeben erleben?“ Sicherlich ja – aber ob wir es spüren werden, bleibt fraglich. Weitere Informationen zu den einzelnen Beben ist auf den Seiten des European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) zu finden.

Erdbeben der letzten zwei Wochen mit einer Magnitude von mindestens 3.0 in Griechenland und Umgebung (EMSC, 2010)

Quelle: EMSC, 2010

Sowohl unser Exkursionsgebiet als auch das restliche Griechenland ist von weiten Störungszonen durchzogen, die samt der plattentektonischen Situation für die vielen Erdbeben verantwortlich sind. Grob lässt sich Griechenland in drei große tektonische Regime einteilen:

  • Kompression (thrust faults): im Hellenischen Graben (Subduktion der Afrikanischen Platte unter die Ägäische Mikroplatte)
  • Extension (normal faults): auf der Peleponnes und in weiten Teilen des griechischen Festlandes (vermutlich Roll-Back der subduzierten Afrikanischen Lithosphäre)
  • Blattverschiebungen (strike-slip faults): im Ägäischen Meer als Auffächerung der Nordanatolischen Blattverschiebung (westwärtige Drift der Anatolischen Platte)

Viele dieser genannten Störungssysteme sind auch heute noch aktiv und führen damit immer wieder zu Erdbeben. Andere Naturgefahren, wie z.B. Massenbewegungen (Erdrutsche und Felsstürze) und Tsunamis, werden durch die Beben auch geringerer Stärke ausgelöst und stellen daher ein weiteres Risiko für die griechische Bevölkerung dar.

Ein besonderes Augenmerk werden wir auf den Golf von Korinth legen. Dieser ist, zusammen mit dem Golf von Evia, eines der größeren Grabensysteme in Griechenland und ist auf dem Extensionsregime im Backarc-Bereich des Hellenischen Bogens begründet. Mit einer Länge von 100-150 km und Öffnungsraten von bis zu 12 mm/Jahr stellt er nicht nur geologisch, sondern auch touristisch eine Attraktion dar. So bietet der Kanal von Korinth einen beeindruckenden Einblick in die Geologie des Golfs und wird eins, der hoffentlich zahlreichen Highlights auf der Exkursion sein.

Einen Überblick über die gesamte neotektonische Situation in Griechenland gibt mein Beitrag zum Exkursionsführer über rezente Bewegungsraten und Störungen.

Die Vorfreude steigt – die Kamera-Akkus werden geladen, Speicherkarten formatiert, Linsen gereinigt und der Hammer eingepackt. Impressionen und Erlebnisse der Exkursion wird es spätestens Anfang Oktober geben.

Blogparade: Bestes Foto 2009 (subjektiv)

Martin hat auf seinem Blog „visuelleGedanken“ zu einer Blogparade mit dem Thema „Euer bestes Foto 2009“ aufgerufen. Dem Ruf möchte ich auch folgen und ein Bild posten, das in diesem Jahr entstanden ist. Hier ist es:

Schweden in einer griechischen Fähre?

Schweden in einer griechischen Fähre?

Es ist gar nicht so einfach, „das“ beste Foto eines Jahres aus 5071 auf der Festplatte schlummernder Fotos aus dem Jahr 2009 herauszusuchen. Ich möchte mir hiermit nicht anmaßen, objektiv beurteilen zu können, dass dies mein bestes Foto ist. Ich möchte dennoch kurz erklären, warum es eines meiner besten Fotos ist.

Zunächst zum technischen:

Es ist keine technisch aufwendige Aufnahme, dennoch reizt mich die Farbgebung und die Komposition. Den starken Kontrast zwischen Gelb und Blau habe ich in Lightroom angepasst.

Viel wichtiger als der technische Aspekt hinter der Aufnahme ist für mich aber der ideelle Wert. Das Foto ist auf der Rückfahrt von Ohrid (EJR Mazedonien) auf einer Autofähre von Igoumenitsa (Griechenland) nach Ancona (Italien) entstanden. Diese Rückfahrt bedeutete für mich zum einen eine fantastische und interessante Zeit in Mazedonien mit geologischer Feldarbeit hinter mich zu bringen und zum anderen, wieder nach Hause zu kommen und meine Familie und Freunde wiederzusehen. Es zeugt also von einer innerlichen Freude für das Vergangene und für das Zukünftige.

Bachelor of Science – Applied Geosciences

Es ist geschafft! Seit Ende September 2009 habe ich meinen Bachelor of Science in Angewandten Geowissenschaften in der Tasche und bin in den Master of Science des gleichnamigen Studiengangs an der RWTH Aachen übergegangen.

Die Bachelorarbeit zum Thema „Sedimentologische und geophysikalische Untersuchungen im südlichen Ohridbecken, EJR Mazedonien“ am Lehr- und Forschungsgebiet Neotektonik und Georisiken (NUG) ist ebenso erfolgreich beendet.

"Sedimentologische und geophysikalische Untersuchungen im südlichen Ohridbecken, EJR Mazedonien"

"Sedimentologische und geophysikalische Untersuchungen im südlichen Ohridbecken, EJR Mazedonien"

Die Inhalte der Arbeit sind dem folgenden Auszug zu entnehmen:

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung und Beschreibung von zwei Bohrkernen und mehreren Georadarprofilen. Das betrachtete Untersuchungsgebiet liegt am südöstlichen Ufer des Ohridsees (EJR Mazedonien) an der Mündung des Cerava nahe Ljubaništa an der Mazedonisch-Albanischen Grenze. Die Bohrkerne enthalten unkonsolidierte Sedimente, deren Stratigraphie und Eigenschaften in Verbindung mit den Radarprofilen auf eine Deltaebene mit Rinnenstrukturen und Deltaschüttungen schließen lassen. Die hohe Dichte der Georadardaten ließ die Erstellung eines vereinfachten Untergrundmodells zu. Ein Fossilienfund in einem der Bohrkerne zeigt die Wechselwirkung zwischen fluviatilem und lakustrinem Milieu in diesem Gebiet an.

Schlüsselworte: Ohrid, Ohridsee, Deltaschüttung, Cerava, Georadar, 3D-Modell, Bohrkern, Fossilien

Das Untersuchungsgebiet liegt, wie in der folgenden Karte dargestellt, südöstlich des Ohridsees.

Untersuchungsgebiet "Plantage"

Lage in Google-Maps

In diesem Gebiet wurden zwei Bohrungen in das lockere Sediment abgeteuft, die Aufschluss über den Untergrund geben konnten. Zusätzlich konnten mittels Georadarprofilierung Strukturen des Untergrunds dargestellt werden und schließlich eine Korrelation zwischen den Bohrungen und den Georadar-Daten hergestellt werden.

Aus den Bohrungen ging hervor, dass es sich bei den Sedimenten überwiegend um Sande mit teilweisen Wechsellagerungen zwischen Tonen und Schluffen handelt. Das folgende Bild zeigt den Sedimentinhalt einer Schlitzsonde aus 2-3 Meter Tiefe nahe dem Seeufer.

Plantage III - 100-200

Plantage III - 100-200

Einen Eindruck der landschaftlichen Umgebung bietet das folgende Foto. Im Vordergrund sind die Obstbäume der Plantage zu erkennen und im Hintergrund liegt die Galicica, eine kleine Gebirgskette östlich des Ohridsees.

Untersuchungsgebiet Plantage und Galicica

Untersuchungsgebiet Plantage und Galicica

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Thema von Anders Norén.