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Schlagwort: Projekt 50 + 2 2017 (Seite 1 von 7)

#39 Ostfriesischer Kurzurlaub

Dieses Jahr kommen bei uns immer nur Kurzurlaube zustande. Ein paar Tage an der deutschen Nordseeküste haben wir am vergangenen Wochenende verbracht und dabei ein abwechslungsreiches, aber entspanntes Programm gehabt.

Wir haben uns für 4 Tage in einen Bungalow auf dem Ferien- und Erlebnishof Janssen ein paar Hundert Meter südlich von Horumersiel eingemietet und konnten die wechselhafte Seite des Wetters an der ostfriesischen Küste erleben. Von bedecktem Himmel über Himmel, der Regen brachte oder auch blau und sonnig erschien, war für viel Abwechslung gesorgt – typisches Küstenwetter also.

Der erst in diesem April errichtete, geräumige und üppig ausgestattete Bungalow bot uns genügend Spielraum, um auch bei schlechtem Wetter gemütlich zusammensitzen zu können. An Weitblick aufs offene Feld vom Sofa oder von der überdachten Veranda aus fehlte es nicht. Auf dem Hof konnten die Kinder auf einem gut ausgestatteten Spielplatz rumtoben oder sich eines der vielen Fahrzeuge schnappen und über den Hof oder die eigens eingerichtete Rennstrecke düsen. Die Spielscheune hat auch bei schlechtem Wetter zum Spielen, Toben und Streicheln von Tieren wie Meerschweinchen und Ponys eingeladen. Die Ponys konnten wir natürlich auch einmal ausführen und haben eine große Runde mit den kleinen Reiterfreunden durchs Feld gedreht. Für ältere Kinder wurde außerdem auch Pferdereiten angeboten. Einmal in der Woche wurden Traktorfahrten angeboten, leider nur mittwochs. Wir waren von Donnerstag bis Sonntag auf dem Hof und hatten somit nicht die Gelegenheit dazu.

Ans Meer sind wir natürlich auch gefahren. Dort haben wir die Strände von Horumersiel und Hooksiel besucht. Der Große hat direkt mal das Watt erwandert und blieb schon wenige Meter später mit den Gummistiefeln stecken – ganz zur Erheiterung der Kleinen und der Eltern. Am Strand haben wir natürlich Muscheln gesammelt, Sandburgen gebaut und Drachen steigen lassen. Achja und natürlich auch ohne feststeckende Stiefel das Watt und seine Bewohner erkundet. Also so einiges, was die Nordseeküste so hergibt.

Die deutsche Nordseeküste, insbesondere das Wangerland, besuchen wir immer sehr gerne. Auch im letzten Jahr hat es uns zweimal dorthin verschlagen, wie hier, hier und hier nachzulesen ist. Für die Familie mit kleinen Kindern ist so ein Urlaub optimal. Denn neben Sandstränden gibt es in Horumersiel auch weite Rasenflächen, die auch Kindern gefallen, die auf Sandkörnern zwischen den Zehen nicht so stehen. Neben den Strandbesuchen war ein weiterer Höhepunkt, auf den wir uns schon sehr gefreut hatten, der Besuch von sehr guten Freunden aus Bremen mit ihrer kleinen Tochter, die wir zum ersten Mal kennenlernen durften. So verbrachten wir mit diesen Lieblingsmenschen einen entspannten und freudigen Freitagnachmittag auf unserem Ferienhof. Und konnten auch dem Töchterchen alle Tiere auf dem Bauernhof zeigen. Neben den Ponys, Pferden und Meerschweinchen gab es drei Hunde, einige Katzen, Alpakas, Hängebauchschweine, Gänse, Hühner und einiges andere gefiedertes Getier. Ganz zur Freude der Kinder.

Im Folgenden einige Impressionen von unserem Kurzurlaub an der ostfriesischen Nordseeküste.

Im Watt stiefeln

Blick aus dem Bungalow

Strandkörbe in Horumersiel

Stiefelgrundausrüstung

Rennstrecke auf dem Ferienhof

Spuren im Watt

Rennen auf Wiardergroden

Schattengestalten am Strand von Hooksiel

Spielscheune

Wattblick

Massive Schaukel mit Gefahrenpotential

Flugkünstler im Sonnenlicht

Herbstlicher Morgennebel

Watt’n Dreck

Das nachfolgende Foto der Bungalows auf dem Ferien- und Erlebnishof Janssen an der deutschen Nordseeküste ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 39 entstanden.

#39 Ostfriesischer Kurzurlaub auf dem Ferienhof Janssen

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#38 Eyneburg

Die Eyneburg, oder auch im Volksmund Emmaburg genannt, sollte mir eigentlich als Kulisse für ein Fotoshooting mit einer Familie aus Belgien dienen. Doch leider musste ich mangels ausreichender Recherche feststellen, dass sämtliche Zugänge zum Burggebäude, und sei es nur ein Winkel in dem Außengemäuer, abgesperrt sind. Das Fotoshooting verlagerten wir kurzentschlossen in den Garten der Familie.

Die Eyneburg in Hergenrath bei Kelmis ist eine der wenigen Burgen auf einer Anhöhe im alten Herzogtum Limburg. Die meisten anderen Burgen wurden als Wasserburgen in der Ebene errichtet. Die Burg findet im 13. Jahrhundert erstmals Erwähnung. In der heutigen Zeit wurde sie häufig für mittelalterliche Veranstaltungen genutzt und ein Burgcafé ludt Gäste zum verweilen ein. Doch seit 2011 ist die Burg aufgrund von Unklarheiten bzgl. der Eigentumsverhältnisse der Burganlage für die Öffentlichkeit geschlossen. Dies ist ein trauriges Schicksal für eines der bedeutendsten historischen Gebäude Ostbelgiens.

Das nachfolgende Foto der Außenanlagen der Eyneburg ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 38 entstanden.

#38 Eyneburg in Kelmis

#37 Wäsche im Familienhaushalt

Oh! Ein leidiges Thema! Aber ohne zu Waschen kommt wohl keiner aus, insbesondere wenn neben zwei erwachsenen Schlabbermonstern noch zwei liebenswerte kleine Chaoszwerge dazukommen, die den Dreck magisch anziehen. Die Waschmaschine freut’s. Sie hat immer gut zu tun.

In diesem Jahr mussten wir aufrüsten. Zum einen ging unsere geliebte Waschmaschine eines namhaften deutschen Herstellers aufgrund eines Wasserweichenschadens in die Knie und zum anderen mussten wir dem Trocknen der Wäsche auch in den kälteren und nasseren Wetterlagen Herr und Frau werden. Und so flatterten zwei neue Haushaltshelfer in unseren Familienhaushalt, die nun wöchentlich mehrfach ihre Trommeln schwingen. Die Familie macht’s dreckig, die eine Maschine macht’s nass und sauber, die andere trocken und die Familie räumt es wieder weg. Gerechte Arbeitsteilung also!

Wäschekrake

Die Menge an Wäsche, die sich hier in einem Haushalt aus zwei Erwachsenen und zwei Kindergartenkindern wöchentlich ansammelt, ist gigantisch. Gar nicht vorstellbar, was wäre, wenn hier noch mehr Kinder rumflitzen würden. Diesen Bergen an Wäsche Herr zu werden nimmt doch einiges an Zeit in Anspruch.

Wäschekörbe

Getragene schmutzige Wäsche landet meist bei uns im Badezimmer in unserer Wäschekrake oder direkt im Waschraum in einem entsprechenden Wäschekorb. Ist die Wäschekrake voll, wandert die Wäsche vom Bad rüber in den Waschraum und wird da sortiert – dunkel, hell, Handtücher, etc. Dazu nutzen wir Wäschekörbe, deren Größe etwa einer Waschmaschinenladung entspricht. Beim Sortieren werden Socken und andere Kleidungsstücke auseinandergezogen und Reißverschlüsse, Knöpfe und Klettverschlüsse geschlossen. Dann geht es ab in die Wäschetrommel. Programm gewählt, Waschpulver rein und los! Die Trommelgröße wird beim Waschen in 99% der Fälle ausgeschöpft. Nach dem Waschen wird bei uns die meiste Wäsche möglichst aufgehangen und an der Luft getrocknet – der Umwelt zu Liebe. Der Trockner kommt nur für flauschige Handtücher zum Einsatz und wenn es doch mal etwas schneller gehen muss. Im trockenen Zustand wird die Wäsche gefaltet und wandert dann in die Schränke zurück. Nur wenige Teile, beispielsweise Hemden, erfahren noch den Zwischenschritt des Bügelns. So vergehen pro Woche einige Stunden, die sich voll und ganz der Wäsche widmen. Und alles damit auch am nächsten Morgen wieder etwas Frisches zum Anziehen im Schrank zu finden ist.

Das nachfolgende Foto getrockneter Handtücher und Waschlappen, die erwartungsvoll aufs Zusammenlegen warten, ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 37 entstanden.

#37 Wäsche im Familienhaushalt

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#36 Bundesschützenfest in Heinsberg als Zuschauer

Am zweiten Septemberwochenende war das 75. Bundesfest des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Heinsberg zu Hause. Bereits 2012 wurde es den Heinsbergern zugesprochen und fand am zweiten Sonntag im September seinen Höhepunkt mit dem Festzug der Schützenbruderschaften.

Spülbürstenhüte

Der Vereinigte Schützenbruderschaften Heinsberg e.V. freute sich auf die Feierlichkeiten zum Bundesfest, die bereits freitags begannen und über das gesamte Wochenende dauerten. Sonntags fand der große Schützenfestzug statt, für den der gesamte Heinsberger Innenstadtbereich gesperrt wurde. Die Festlichkeiten wurden am Sonntag mit einer Festmesse um 10:00 Uhr eingeleitet.

Fahnenträger

Schützendamen

Mit einer Verspätung von einer halben Stunde begann der Festzug bei strahlendem Sonnenschein. Auf einer Zugstrecke von 2,8 Kilometern präsentierten sich rund 400 Schützenbruderschaften mit bis zu 20.000 Schützen aus ganz Deutschland. Etwa 100 Musikkapellen begleiteten den Zug und sorgten für die zahlreichen Zuschauer an der Zugstrecke für erheiterte Stimmung.

Im Kreis

Bei dieser Menge an mitziehenden Schützen und Kapellen war es unumgänglich, dass der Zug mehrere Stunden dauern würde. Wir wollten uns dieses große Ereignis in Heinsberg dennoch nicht entgehen lassen. So nahmen wir Position am Kreisverkehr Sittarder Straße / Hochstraße ein und warteten geduldig auf den Beginn des Festzugs. Die Kinder waren zunächst zurückhaltend, da sie schlichtweg etwas überfordert von der Menschenmenge waren. Nach dem Vorbeiziehen der ersten Kapellen wurden sie auch munterer und klatschten mit. Unsere Kleine hatte zunehmend Spaß an den vielen Kleidern und gab dies immer wieder zum Ausdruck: „Noch eine Kleid!“

Fußweg

Der Große faszinierte sich für die Details und Accessoires der Schützen. Und so wurde er selbst zum Fotojournalisten und gab die große Kamera nur noch ungern in Papas Hände. Somit hat er die meisten der entstandenen Fotos aufgenommen. Es entstand eine Dokumentation aus einem anderen Blickwinkel. Gegen 15:00 Uhr – das Ende des Zugs war noch nicht erreicht – machten wir uns langsam auf den Weg nach Hause. Denn nach gut 4 Stunden Abwarten und Zugschauen sind auch die kleinsten Geschöpfe einmal ermüdet.

Trommelei

Das nachfolgende Foto der jungen Zuschauerriege des diesjährigen Heinsberg Bundesschützenfestumzuges ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 36 entstanden.

#36 Bundesschützenfest in Heinsberg als Zuschauer

 

#35 LEGO to go

Die kleinen eckigen, bunten Bauklötze mit den Noppen dran haben mich als Kind begeistert und um ehrlich zu sein finde ich sie immer noch super. Nun ist unser Großer so langsam in dem Alter sich von den großen Duplo-Steinen zu verabschieden und die kleinen Lego-Steinchen mehr und mehr Einzug in seine Spielwelt halten zu lassen.

Dank unserer Eltern, sowohl der meiner besseren Hälfte als auch meiner, haben wir aus unseren Kindheitstagen noch kistenweise Lego-Steine zur Verfügung. Schon bei Duplo konnten wir so auf ein großes Repertoire an bunten Steinen zurückgreifen. Einmal in die Waschmaschine gesteckt, natürlich in einem gut verschließbaren Beutel oder Kopfkissenbezug, erleben sie eine Auffrischung und werden wieder gut sauber.

Um auch unterwegs von den kreativen Möglichkeiten von Lego zu profitieren, haben wir ein paar Lego-To-Go-Boxen „gebastelt“. Dazu eignen sich beispielsweise die gut stapelbaren kleinen Plastikboxen vom schwedischen Möbelhaus, die es dort in unterschiedlichen Farben gibt. In den Deckel wird eine Lego-Platte (10 x 18 Noppen) mit Heißkleber geklebt. Da wir keine Lego-Platte in diesen Maßen zu Hause hatten, bin ich kurzum mit der Schere rangegangen und habe die Platte zurecht gestutzt. Mit einer größeren Schere ist dies kein Problem. Die Lego-Platten eignen sich auch, um mit Duplo-Steinen darauf zu bauen. Und so werden sie sowohl von unserer Kleinen als auch unserem Großen zum Bauen genutzt.

Die Lego-Box wird dann mit beliebigen Elementen aus dem Lego- oder Duplo-Sortiment gefüllt und kann mit dem Deckel gut verschlossen werden. Eine solche Box eignet sich hervorragend für längere Autofahrten in den Urlaub oder für einen Restaurantbesuch. Die Kinder haben Beschäftigung und alles ist schnell wieder aufgeräumt. Je nach Größe können die Bauwerke auch in der Box im zusammengebauten Zustand transportiert werden. Das Praktische an den schwedischen Kisten ist, dass der Deckel leicht abtrennbar ist und so unabhängig von der Kiste abgelegt und zum Bauen verwendet werden kann. Die Lego-Kisten haben in unserem letzten Kurzurlaub zum Bodensee die Autofahrt für die Kinder deutlich angenehmer gestaltet.

Das nachfolgende Foto der Lego-Kisten zum Mitnehmen ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 35 entstanden.

#35 LEGO to go

#34 Mit Schiffstau auf hohem Bodensee zur Insel Mainau

Eine Einladung zu einer Hochzeit am letzten Augustwochenende bescherte uns einen Kurzurlaub am Bodensee. Eine knapp 6-stündige Fahrt von uns aus bis in den Feierort Wallhausen haben wir mit den Kindern glücklicherweise recht locker überstanden. Trauung in Dingelsdorf mit faszinierendem Kirchenblick auf den Bodensee, Feierlichkeiten mit gutem Essen, guter Stimmung und Nähe zur Unterkunft in Wallhausen und eine Schifffahrt zur Insel Mainau ließen die vier Tage am Bodensee im Fluge vergehen.

Am Freitagmorgen sind wir dank nicht-klingelndem Wecker zwei Stunden später losgekommen, als wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Eine recht staufreie Fahrt mit ein paar neuen Hörbüchern und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder ließ die lange Fahrzeit schnell in Vergessenheit geraten. Die ein oder andere Nachfrage nach dem Zeitpunkt der Ankunft vernahmen wir ab und an dennoch aus den hinteren Reihen. Diese konnten wir aber schnell durch kleine Spiele, wie z.B. Straßenbingo, überwinden.

Bei unserer Ankunft wurden wir mit gutem, fast schon zu warmem und schwülem Wetter am Bodensee belohnt. Am Nachmittag unternahmen wir noch eine kleine Erkundung der näheren Umgebung mit Wässerung der Füße im Bodensee. Die Schwiegereltern, die schon etwas früher am Bodensee eingetroffen waren, hatten in der Nähe die Reitanlage Ziegelhof aufgetan, an die ein kleines Restaurant angeschlossen ist – das Ziegenhofstüble. Dorthin hat es uns dann am späten Nachmittag verschlagen. Unser Großer und unsere Kleine hatten Spaß die vielen Pferde zu sehen und zu streicheln. Ein kleiner Spielbereich mit Kletterturm und Rutsche sorgte für Beschäftigung und Abwechslung beim Restaurantbesuch. Essen und die Atmosphäre im Biergarten des Ziegenhofstüble waren top und sind eine Empfehlung wert. Nach dem Essen spazierten wir gemütlich wieder zur Unterkunft, dem Landhotel Bodensee, zurück und fielen gut gesättigt und nach einer Dusche in unsere Betten.

Holzanlegesteg

Am Samstag stand dann um halb 3 die kirchliche Trauung in Dingelsdorf an. Der Freitagnachmittag ließ schon erahnen, dass es auch an diesem Samstag zur Trauungszeit sehr warm und schwül sein würde. Die Vorfreude, bei diesem Wetter einer Trauung in einem Anzug mit Krawatte beizuwohnen, hielt sich meinerseits in Grenzen und so war ich froh, dass es in der Kirche selbst einigermaßen kühl war – und der Rest der Gäste vermutlich auch. Der kleine Eiswagen als Teil des Sektempfangs nach der kirchlichen Trauung an der Dingelsdorfer Kirche entschädigte für die Schweißperlen, die sich hin und wieder und auch öfters auf meiner Stirn bildeten. Insbesondere bei den Kindern war dies natürlich ein Highlight. So wurden schnell drei Becher Eis verschlungen. Die Zeit zwischen dem Sektempfang und den Feierlichkeiten am Abend nutzte ich, um das Geschenk aus dem Hotel zu holen und den wärmenden Anzug loszuwerden.

Roter Ring zur Rettung

Luftiger gekleidet war die Feierlichkeit der Hit. Lange ist es her, dass ich mit meiner besseren Hälfte bis 3 Uhr morgens mit Freunden zusammengesessen habe, um zu plaudern und dabei das ein oder andere Gläschen Wein zu trinken. Mit Kindern gestaltet sich doch einiges anders. Aber das ist auch gut so! So waren wir letztlich tatsächlich mit unter den letzten Gästen, die die Feierlokation, das Ufer 39, verließen. Die Kinder konnten wir schon deutlich früher den Großeltern übergeben und so bekamen sie fast 5 Stunden Schlaf als Vorsprung. Entsprechend bekamen wir leider nicht mehr so viel Schlaf, wie wir ihn sonst gewohnt sind. Denn die Kinder halten sich schließlich nicht an Wochenenden oder längere Feierlichkeiten. Und wir hatten für den Sonntag ja auch noch etwas geplant, das die Kinder schon im Voraus begeisterte und immer wieder zu vorfreudiger Nachfrage führte: „Wann fahren wir denn endlich mit dem …?!“

Wir hatten unseren Kindern versprochen, mit dem Schiff zu fahren. Und wo wäre dies besser als auf dem Bodensee, wo regelmäßig, auch am Wochenende, Fährschiffe die Anlegestege des Sees ansteuern. Von Wallhausen spazierten wir alle gemeinsam auf ca. 2,6 km nach Dingelsdorf. Auf dem Weg passierten wir die Strandbäder Wallhausen und Dingelsdorf und Fischreiher und Störche, die auf einer der Wiesen, die wir durchquerten, standen. Am Dingelsdorfer Fährsteg erwarben wir um kurz vor 12:00 Uhr schnell ein paar Fährtickets mit dem Endziel Blumeninsel Mainau. Der Eintritt ist zwar gesalzen, für uns glücklicherweise dank der Umstände unserer Kinder wiederum nicht, aber die Insel bietet sowohl Groß als auch Klein einiges Erlebbares.

Beleuchtung an Deck

Die 45 Hektar große Blumeninsel im nordwestlichen Teil des Bodensees, dem Überlinger See, ist in gräflichem Besitz und ist insbesondere für ihre Vielfalt an Parkanlagen mit den unterschiedlichsten Blumen- und Pflanzenarten bekannt. Dank der günstigen klimatischen Gegebenheiten am Bodensee wachsen dort sogar Bananenpflanzen und etliche Palmenarten. Mit einem Umfang von ca. 3 km ist sie die drittgrößte Insel im Bodensee und für Erwachsene gut erwanderbar. Vor Ort blieben uns mit den Kindern etwa 4 Stunden bis zur nächsten praktikablen Fährverbindung zurück nach Dingelsdorf. Am östlichen Schiffsanleger angekommen nutzten wir mit einem Eis bewaffnet die Zeit, um im südlichen Teil der Insel zu den für Kinder spannenden Attraktionen vorzudringen. Durch den Ufergarten, vorbei am Rhododendronhang, der italienischen Blumen-Wassertreppe, dem Dahlien- und dem Staudengarten gelangten wir an der Promenade der Wild- und Strauchrosen zum Mainau-Bauernhof mit den Attraktionen Streichelzoo und Ponyreiten. Beides wurde von den Kindern ausgiebig genutzt.

Nicht weit vom Bauernhof entfernt liegt das Mainau Kinderland, ein mehr als 1000 Quadratmeter großer Spielplatz mit unterschiedlichsten Häusern, Brücken, Stegen, Wasserspielbereichen, Kletternetzen und Balancierbalken. Dies alles lädt die Kinder zu reichlich Bewegung ein. Der gesamte Spielbereich ist der Bodenseeregion vergangener Zeiten nachempfunden. So stellen beispielsweise die begehbaren Hütten die Pfahlbauten in Unteruhldingen dar. Treibholz und verschiedene Holzstege deuten auf eine realistisch nachempfundene Uferlandschaft hin. Ganz nebenbei wird hier die Motorik der Kinder gefordert und gefördert.

Fische an der Mainau

Nach Stärkung an den Rothaus-Seeterrassen konnten die Kinder das Mainau Kinderland noch ein wenig erkunden und bespielen, bis wir dann mit den erschöpften Kleinen wieder Richtung Schiffsanleger im Osten der Blumeninsel aufbrechen mussten. Um 17 Uhr nahmen wir die Fähre in Richtung Dingelsdorf zurück und die Kinder hatten trotz des erschöpfenden Besuchs der Insel Mainau noch Energie, sich für die Schifffahrt zu begeistern und das Fährschiff von vorne bis hinten und von oben bis unten zu erkunden.

In Dingelsdorf angekommen wollten wir die Ankunft in unserer Unterkunft in Wallhausen etwas beschleunigen, indem wir nicht den Fußweg sondern den Weg per Bus wählen. Da der nächste Bus noch etwas auf sich warten ließ, entschieden wir kurzum, auf dem Dingelsdorfer Dorffest noch etwas Kühles und Essbares zu uns zu nehmen. Wir wurden dort mit freundlicher Stimmung und Blasmusik gut unterhalten und fuhren dann als letztes Highlight für die Kinder mit dem Bus nach Wallhausen.

An diesem Sonntagabend hieß es leider noch „Koffer packen“. Denn am nächsten Morgen wollten und mussten wir nach dem Frühstück die Heimreise antreten. Im Hotel angekommen mussten wir leider feststellen, dass unsere Kleine leichtes Fieber hat. Die Sommerhitze, die Erlebnisse und Anstrengungen der letzten Tage waren wohl etwas viel gewesen. Die  6-stündige Fahrt wurde für uns und insbesondere für sie nicht zum angenehmsten Teil unseres Kurzurlaubs.

Das nachfolgende Foto eines Schifftaus auf dem Bodenseefährschiff ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 34 entstanden.

#34 Schiffstau auf hoher See

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Thema von Anders Norén.