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Schlagwort: Himmel

#18 Maihimmel

Der Wonnemonat Mai lässt draußen schon alles im schönsten Grün erscheinen. Doch die Temperaturen wollen noch nicht so mitspielen, wie wir uns das alle so wünschen. Statt luftiger Übergangsjacke müssen morgens, besonders wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, noch Schal, Mütze und Handschuhe angezogen werden.

Anders am vergangenen Samstag! Da ließ die Sonne sich richtig blicken und bei angenehmen Gradzahlen von Anfang Zwanzig konnte man auch schon mal nacktes Bein zeigen. Abgesehen davon brachte der Tag in den Abendstunden auch noch ein farbenfrohes Wolkenspiel an den Himmel. Magenta-farbene Wolken schoben sich langsam in linearen Bahnen vor dem blauen, leicht violetten Himmel voran.

Das nachfolgende Foto des farbenfrohen Maihimmels ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 18 entstanden.

#18 Maihimmel

#46 Stürmischer Sternenhimmel

Im Herbst werden die Tage kürzer und kälter, die Nächte dafür länger und noch kälter. Stürmische Böen sorgen dafür, dass der sonst bewölkte Himmel den Blick auf Sterne und den Mond freigibt.

So auch in dieser Woche. Der abnehmende Mond beleuchtete die über den Himmel jagenden Wolken von oben und lässt sie fast weiß erscheinen. Die Sterne des Herbst- und Winterhimmels erstrahlen klar und deutlich. So zeigt sich auch eines der Wintersternbilder, das fast jeder auf die Schnelle am Nachthimmel wiederfinden kann – das Sternbild Orion, ein mythischer Himmelsjäger. Drei helle Sterne im gleichen Abstand bilden den auffälligen Oriongürtel. Von dort aus lassen sich leicht die Schultersterne, der Kopfstern und die Fußsterne des Orions wiederfinden. In der unteren Hälfte des Sternbildes, also unterhalb des Oriongürtels, liegt der selbst mit bloßem Auge erkennbare Orionnebel.

Bereits im Januar 2011 habe ich das Sternbild Orion als Motiv für ein winterliches Sternenhimmelfoto verwendet und dazu einen Artikel hier auf dem Blog verfasst (veröffentlicht im November 2011). Darin habe ich beschrieben, welche wesentlichen Punkte bei der „einfachen“ Himmelsfotografie samt Stativ zu beachten sind. Für das untere Foto des Orion-Sternbildes habe ich weniger Aufwand betrieben. Ich habe mir meine Kamera mit 50mm Festbrennweite geschnappt und habe einfach aus dem Dachfenster mit dem Fenster als Stativ einige Bilder in Serie aufgenommen. Dabei habe ich mit Blende 2,0 und einer ISO-Zahl von 3200 fotografiert. Daraus resultierte eine Belichtungszeit von 0,4 Sekunden.

Das nachfolgende Foto des Sternbildes Orion am stürmischen Sternenhimmel ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2016 in der Kalenderwoche 46 entstanden. Eine Übersicht der bisherigen Beiträge zu diesem Projekt findet ihr hier.

#46 Stürmischer Nachthimmel (Sternbild Orion, nachgezeichnet)

#43 Windräder

Energie und Energieversorgung ist aus unserer technologisierten Gesellschaft und dem Landschaftsbild nicht mehr wegzudenken. Hochspannungsleitungen durchziehen die Landschaft und den Himmel. Windräder schmücken den Horizont als hochhinaufragende Säulen mit dreiblättrigen Rotoren.

Was den meisten aus Kindheitstagen vielleicht nur vom Urlaub an der See, z.B. der Nordsee, bekannt war, hat mittlerweile auch hier am Niederrhein Dimensionen angenommen, die man vor einigen Jahren noch nicht angenommen hatte. Windräder stehen auf vielen landwirtschaftlich genutzten Flächen und tragen erheblich zu unserer Stromversorgung bei. Sicherlich bietet diese Energieform den Vorteil erneuerbar zu sein und auf eine natürliche Ressource zurückgreifen zu können, die „immer“ da sein wird. Diskussionen, die bereits seit Jahren geführt werden, zeigen jedoch auch, dass es Nachteile gibt. So sind die Einflüsse auf Mensch und Tier bzgl. Geräusch-, Schwingungs- und Licht-Schattenspiel-Belastung nicht vollends geklärt. Klar ist, dass der Pfad weg von den fossilen Energieträgern sicherlich der Umweltschonendere ist.

Das nachfolgende Foto von Windrädern und Hochspannungsleitungen am Horizont ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2016 in der Kalenderwoche 43 entstanden. Eine Übersicht der bisherigen Beiträge zu diesem Projekt findet ihr hier.

#43 Windräder

Eine kalte Nacht…

Eine kalte, sternenklare Nacht, ein Stativ, eine Kamera, warme Handschuhe und eine warme Jacke sind nötig, um die Sterne vom Himmel zu holen. Eine kurze Anleitung zu einem Sternenhimmelbild mit einer digitalen Spiegelreflexkamera.

Wer den Sternenhimmel schon als Kind gerne angeschaut hat, wird festgestellt haben, dass nicht immer die gleichen Sterne und auch nicht immer gleich viele Sterne zu sehen sind. Das liegt zum einen an der Rotation der Erde, die uns vortäuscht, dass sich die Sterne am Himmel bewegen und zum anderen an der variierenden Sichtbarkeit der Sterne, die durch die Intensität des Umgebungslichtes beeinflusst wird. In einer Licht durchfluteten Stadt sind am Himmel weniger Sterne zu beobachten, als in einem kleinen Dörfchen, in dem die Straßenbeleuchtung in der Nacht auf ein Minimum reduziert wird. Vielleicht ist dem ein oder anderen der Begriff Lichtverschmutzung geläufig.

Daraus folgt: Suche dir ein möglichst dunkles Plätzchen und du wirst sehr viel mehr Sterne sehen.

Der wichtigste Parameter für die Aufnahme von Sternen ist das Licht und die Menge, die den Sensor der Kamera erreicht. Um die Menge des Lichtes zu beeinflussen, sollten folgende Parameter an der Kamera eingestellt werden:

Die Belichtungszeit muss aufgrund der Dunkelheit relativ lang sein (20 bis 30 Sekunden), aber nicht zu lang, um Sternenspuren zu vermeiden. Diese entstehen bei langen Belichtungszeiten durch die Rotation der Erde.

Die Empfindlichkeit des Sensors wird durch die Erhöhung des ISO-Wertes gesteigert. Ich habe einen ISO-Wert von 800 an meiner Canon EOS 400D gewählt, da ich das Rauschen des Sensors ein wenig unterdrücken wollte und dennoch eine genügend hohe Empfindlichkeit brauchte, um die Belichtungszeit so kurz wie möglich zu halten. Die Wahl der ISO-Empfindlichkeit ist stark von den Rauscheigenschaften der Kamera abhängig.

Zuletzt lässt sich die Lichtmenge durch die Blende anpassen. Deshalb habe ich die Blende (f/4.0) weit geöffnet. Möchte man jedoch einen Vordergrund in das Bild einbeziehen, so sollte eine höhere Blendenzahl (f/8.0) gewählt werden. Dadurch verlängert sich die Belichtungszeit.

Weitere zu beachtende Punkte:

Ein Stativ ist selbstverständlich unerlässlich, die langen Belichtungszeiten von mehreren Sekunden ruhig zu halten. 30 Sekunden lang kann kein Mensch eine Kamera absolut ruhig halten. Alternativ sind Bohnensack oder anderweitige Unterlagen für die Kamera zu verwenden, die die Kamera stabilisieren.

Um Erschütterungen der Kamera zusätzlich zu verringern, habe ich einen Kabelfernauslöser verwendet und die Spiegelverriegelung an der Kamera eingestellt.

Ein Weitwinkelobjektiv (hier 18 mm) lässt im Endeffekt das Bild am besten wirken, da damit ein Großteil des Nachthimmels abgebildet werden kann.

Den Autofokus habe ich ausgeschaltet und manuell auf etwas weniger als unendlich fokussiert.

Wenn diese Punkte beachtet werden steht der Sternenhimmelfotografie nichts mehr im Wege. Mein Resultat aus einer kalten Nacht im Januar zeigt den Sternenhimmel mit Blick Richtung Südwesten auf der Nordhalbkugel. Auf dem Foto sind die Sternenbilder Orion, Zwillinge und weitere zu erkennen.

Cold Night Sky in January (18mm f/4.0 30s ISO800)

Cold Night Sky in January (18mm f/4.0 30s ISO800)

Den Artikel habe ich bereits Anfang des Jahres verfasst und nun erst leicht angepasst veröffentlicht.

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Thema von Anders Norén.