Ich bin ein Kind der 80er. Aus dieser Zeit gibt es Fotobücher, die meist im größeren quadratischen Format daherkommen, einige 10er Doppelseiten enthalten, die mit halbtransparenten Papieren getrennt sind, und häufig einen Leineneinband haben. Fotos wurden mit Fotoecken oder anderem Kleber eingefügt.

Das war richtige analoge Arbeit. Die Bildauswahl erfolgte analog. Die Fotos wurden analog platziert. Texte wurden analog dazugeschrieben. Die gesamte Gestaltung also ein rein analoger Prozess. Seit einigen Jahren ist dagegen die digitale Vorgehensweise für die meisten Menschen geläufiger.

Die Fotos aus der Digitalkamera wandern auf den Rechner. Sie werden dort sortiert, ausgewählt und bearbeitet. Danach werden sie häufig über das Internet oder im Drogeriefachhandel zur Ausbelichtung weitergegeben oder finden auf direktem Weg über den digitalen Prozess einen Platz in einem Fotobuch. Böse Zungen behaupten, dass der digitale Weg der einfachere wäre, um am Ende zu einem Fotobuch zu gelangen.

Saal-Digital Fotobuch – Projekt 50 + 2 | 2016

Software kann den Fotobuchproduzenten dabei ohne weiteres unterstützen. Doch der kreative Prozess der Aufnahme von Bildern, die Auswahl und Bearbeitung selbiger und schließlich auch die passende Komposition in einem Fotobuch erfordern dennoch ein großes Maß an Eigenarbeit und Muße.

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