Lieblingsort

Die Kreativität und der Ansporn in der heimischen Umgebung zu fotografieren will in den letzten Wochen und Monaten nicht mehr richtig greifen. So gelang es mir, nur im Urlaub viel und regelmäßig zu fotografieren.

Doch leider viel mehr aus der Motivation heraus, möglichst viele Fotos mit nach Hause zu bringen, um im Nachhinein zeigen zu können, wo man überall gewesen ist. Statt mich darauf zu konzentrieren ein Motiv oder eine Situation in der richtigen Perspektive oder im passenden Moment festzuhalten, habe ich viel mehr Schnappschüsse produziert, als mir lieb ist. Der Reiz in einer neuen Umgebung Fotos zu machen ist natürlich besonders groß, da alles unbekannt ist und sich damit schier unendlich viele Motive ergeben, die ihre Faszination ausstrahlen. Doch leider führt dies auch nicht zwingend zu besseren Bildern.

Und so kam es, dass ich am Samstagabend samt Fahrrad unterm Allerwertesten und Kamera im Rucksack losgeradelt bin, um endlich nochmal auf Motivsuche in der näheren Umgebung zu gehen. Der ganze Samstag ist größtenteils Wolken-verhangen und recht kühl gewesen. Doch zum Abend hin kündigte sich glücklicherweise die Sonne an und verhieß ein warmes Farbenspiel in der vom Frühling geprägten Landschaft. Trotz Vorhaben neue Motive zu entdecken, bin ich wieder bei diesem Feld gelandet, das bereits im letzten Jahr zweimal als Motiv für mein “Projekt 50 + 2” gedient hat.

Lieblingsort
Lieblingsort

Die Faszination, die das Feld bzw. die Stelle, von der ich es jeweils fotografiert habe, für mich ausmacht, hat ihre Ursache in der Form oder besser gesagt im Relief des Feldes, wodurch je nach Standpunkt ein stark grafisches und symmetrisches Motiv entsteht, das mich in seinen Bann gezogen hat. In diesem stark zweidimensional-wirkenden Bild weisen die Traktorenspuren und die Saatreihen auf den hügeligen Charakter hin. Insbesondere führen die Linien im Bild aber über die Kuppe hinweg und beim Betrachten stellt sich für mich die Frage, was wohl hinter der Kuppe zu sehen sein mag.

Dieses Fotomotiv wird sicher nicht zum letzten Mal in meiner Fotobibliothek auftauchen.

Rügen – Teil 1

Ein weiterer Urlaub mit zahlreichen neuen fotografischen Eindrücken wundervollster Natur ist verstrichen und dabei hat der Vorherige noch nicht genügend öffentliche Würdigung erfahren. Einige fotografische Impressionen hält dieser Beitrag von der Ostseeinsel Rügen parat.

Im November / Dezember 2011 haben wir einen einwöchigen Urlaub auf der Insel Rügen verbracht, der, wie ich hier bereits erwähnte, ein großes Maß an Ruhe bereit hielt, da die etwas mehr als 900 Quadratkilometer große Insel in den Herbst-/Wintermonaten von größeren Touristenscharen verschont bleibt – glücklicherweise. Bekannt ist Rügen vor allem durch die Kreidefelsen, die der Erosion durch die teils rauhe Ostsee trotzen müssen. Doch nicht nur die Kreidefelsen machen den Reiz Rügens Küste und der restlichen Natur aus.

In diesem ersten Teil möchte ich vor allem ein paar Aufnahmen von der Küste und Küsten-nahen Orten zeigen. Die Auswahl beschränkt sich auf 8 Fotografien.

Das erste Bild zeigt die Felder rund um Lohme und das Schloß Ranzow mit dem angrenzenden Buchenwald, der bereits zum Nationalpark Jasmund gehört, der durchzogen von etlichen Wanderwegen im Osten Rügens liegt. Die Formen und die Lichtstimmung bewegten mich zu diesem Bild.

Ranzow
Ranzow

Im zweiten Bild sonnt sich eine ca. 8 cm große Qualle am Strand des Fischerdörfchen Vitt – eigentlich nur eine Häuseransammlung und kein Dörfchen.

Qualle
Qualle

Die ersten Tage des Urlaubs waren noch mit herrlichsten Sonnenschein gesegnet und so konnten wir unbeschwert eine kleine Wanderung vom beschaulichen Örtchen Putgarten über Vitt und schließlich zum Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt Rügens, unternehmen. Wir hatten das Glück eine recht freie Sicht auf die Ostsee genießen zu können und dabei die Möwen und andere Seevögel im Sonnenlicht zu beobachten.

Vögel über der See
Vögel über der See

Kurz vor dem Kap Arkona ist direkt an der Steilküste eine alte slawische Wallanlage mit der sogenannten Jaromarsburg errichtet worden. Aufgrund der Wetterlage der letzten Tage und generellen Gefahr von Erdrutschen an der Steilküste war uns eine Besichtigung der Burgwallanlage leider verwehrt.

Hügel
Hügel

Weiter vorbei am Kap Arkona direkt entlang an der Ostsee kamen wir zu einem der beliebten Sandstrände im Nordosten der Insel.

Kap Arkona
Kap Arkona

An einem der nächsten Tage haben wir uns eine Wanderung von Sellin zum Jagdschloß Granitz über Binz und zurück nach Sellin vorgenommen und haben diese auch bestritten. Wettertechnisch sind wir dabei leider nicht mehr ganz trockenen Fußes davon gekommen. Am Ende unserer Wanderung erreichten wir die Selliner Seebrücke, eine der bekanntesten an der Ostsee und die dort direkt vom Strand übergeht in die Wilhelmstraße mit ihren prachtvollen Villen.

Selliner Seebrücke
Selliner Seebrücke

Auf den Balustraden der Seebrücken tummelten sich etliche Möwen.

Möwe
Möwe

Am Ende unseres Urlaubs haben wir noch eine Übernachtung im Ostseebad Binz verbracht und haben samstags die Seebrücke, den Strand und Prora angesteuert.

Seebad Binz
Seebad Binz

Diese Rügen-Bilder und ein paar mehr sind auch auf Flickr zu finden.

Fotobuch Projekt 50 + 2

Heute ist es angekommen, das Fotobuch zu meinem “Projekt 50 + 2” des letzten Jahres. Nun schlummern die 51 Bilder also nicht mehr nur auf der Festplatte, sondern sind auch auf analogem Wege zu betrachten.

Wie hier in der Vorschau bereits angekündigt, habe ich ein Fotobuch mit allen Bildern aus dem “Projekt 50 + 2″ erstellt und dieses bei SAAL digital ausbelichten lassen. Die Qualität überzeugt auch bei diesem Produkt wiederum. Die Hardcoverausführung im Format 28 x 19 cm ist sehr wertig gefertigt und besonders die quasi nicht vorhandene Falz lässt die Doppelseiten sehr gut wirken. Lediglich die Qualität der Ausbelichtung von Vektorobjekten lässt leider etwas zu wünschen übrig. Das Vektorlogo des Projektes weist einige Treppchen an schrägen Linien auf. Das ist sehr schade, glücklicherweise aber nur bei näherem Hinsehen erkennbar. Dafür besticht die Qualität der Fotoausbelichtung mit satten Farben und angenehmer Detailtreue.

Die folgenden Bilder zeigen das Fotobuchcover mit Projekt-Logo und einige ausgewählte Innenseiten.

PROJEKT 50 + 2 - Fotobuch PROJEKT 50 + 2 - Fotobuch PROJEKT 50 + 2 - Fotobuch PROJEKT 50 + 2 - Fotobuch PROJEKT 50 + 2 - Fotobuch

Preview: Fotobuch Projekt 50+2

Bisher hat es die Fotos aus meinem “Projekt 50 + 2” nur in digitaler Form gegeben. In dieser Woche habe ich mich an die Erstellung eines Fotobuchs aus allen Fotos gesetzt. Nun werden sie bald auch in einer Druckversion vorliegen.

Das Buch werde ich bei SAAL digital in Auftrag geben. Mit dem Service und der Qualität der Produkte bin ich mehr als zufrieden, wie ich in diesem Beitrag bereits berichtet hatte. Das Fotobuch ist als Hardcover in dem Format 28 x 19 cm ausgelegt. Auf jeder Seite ist eins der 51 Bilder aus dem Projekt mit Titel, einer angepassten Version des zugehörigen Blogbeitrages und den Aufnahmekoordinaten abgebildet. Eine Vorschau auf das Layout des Buches gibt folgendes Bild. Wenn es unseren Briefkasten erreicht werde ich einige Bilder des gedruckten Werkes veröffentlichen.

Preview: Fotobuch Projekt 50+2
Preview: Fotobuch Projekt 50+2

Alle Bilder und weitere Infos findet ihr im Rückblick auf das “Projekt 50+2″ und hier.