Auf 300.000 m² ist das Irrland längst kein Erlebnisbauernhof mehr. Als solches hat das Irrland 1999 einmal gestartet. Ein großes Maislabyrinth war dabei die Hauptattraktion. Heute wird dem kleinen Besucher von März bis November in drei verschiedenen Bereichen eine ganze Menge mehr geboten, die mit reinem Erlebnisbauernhof nur noch wenig zu tun hat.

Und dennoch ist das Irrland kein typischer Freizeitpark mit lauter Fahrgeschäften zu überteuerten Preisen. Die gebotenen Attraktionen sind hauptsächlich auf Kinder bis 12 Jahre ausgerichtet, so dass auch schon die Kleinsten auf ihre Kosten kommen. Für eine vierköpfige Familie (Alter 1-99) werden insgesamt 26,00 Eur / 6,50 Eur pro Person fällig. Also ein überschaubarer Betrag. Weitere Kosten fallen allerdings nur an, wenn z.B. ein Bollerwagen gemietet wird oder etwas zu Essen gekauft wird. Sogar das Auto parkt kostenfrei auf einem der vielen Parkplätze am Gelände.

Wir haben in diesem Jahr unseren dritten Besuch im Irrland in Kevelaer-Twisteden am Niederrhein verbracht. Die Wettervorhersage ließ zwar die Hoffnung etwas schwinden, über den gesamten Tag trocken zu bleiben. Doch mit richtiger Kleidung konnten wir bei uns und den Kindern entgegenwirken. Außerdem gibt es genügend Möglichkeiten auch überdacht zu essen und zu spielen.

Hüpf-Bubbel

Kommt man im Irrland erst einmal an, so ist man zunächst überwältigt von dem großen Gelände und dem Angebot an Aktivitäten. So gibt es viele verschiedene große Wasserkissen und unterschiedlichste Hüpfburgen, auf denen die Kinder laufen und hüpfen können. In allen Bereichen gibt es etliche Rutschen für den eher ruhigen Zeitgenossen, aber auch für die hartgesottenen Rutschenprofis, die keine Angst vor dem senkrechten Fall haben. Besonders im Bereich des Irrland International Airport kommen alle Rutschenfans auf ihre Kosten. Viele der hier aufgestellten Flugzeuge sind bespielbar.

Rennbahn

Besonders spannend sind auch die Bereiche im Irrland, in denen man irgendwelche Fahrzeuge benutzen kann. Es gibt verschiedene Bahnen, auf denen die Kinder mit Tretfahrzeugen unterschiedlicher Ausführung unterwegs sein können, oder einen Floßteich, auf dem man mit großen, stabilen Floßen über das Wasser stochern kann.

Wasserschlauch

Zwischen den „besonderen“ Attraktionen finden sich auch genügend „normale“ Spielbereiche, die man von anderen Spielplätzen kennt (z.B. Klettergerüste, Wippen, Schaukeln und Rutschen). Besonders Wasserspielplätze in einfachen und aufwendigeren Ausführungen sind überall auf dem Parkgelände des Irrlands zu finden. Diese sind nicht nur bei strahlendem Sonnenschein beliebt. Unsere Kinder fanden sie auch bei Regen sehr spannend. In viel Sand lässt sich herrlich mit Wasserschläuchen und großen Plastikrohren herummatschen und Irrwege fürs Wasser schaffen. Da haben selbst die Kleinsten großen Spaß dran.

Wasserspielplatz

Die Ursprünglichkeit des Irrlands als Erlebnisbauernhof ist nicht verloren gegangen. Auf dem Ausgangsgelände, aber auch in den neueren Bereichen, finden sich kleine Scheunen oder Gehege mit verschiedenen Nutztieren. So kann man Schweinen und Ferkeln beim Rumtollen im Stroh zu sehen oder selber einmal eine Kuh melken. Und auch der spielerische Teil auf einem Erlebnisbauernhof kommt nicht zu kurz. Auf Strohballenklettertürmen können sich die Kinder austoben oder in der Maisscheune in Abermillionen von Maiskörnern baden.

Ziegensteg

Hier noch ein paar weitere Fakten:

  • Die Benutzung einiger Attraktionen (z.B. die großen Hüpfkissen) ist erwachsenen Personen nicht gestattet.
  • Für manche Attraktionen benötigt man einen kleinen Pfand, z.B. für die Tretfahrzeuge oder für die Floßbenutzung einen Euro ähnlich wie beim Einkaufswagen.
  • Eigenes Essen und auch Getränke können gerne mitgebracht werden. Es gibt genügend Picknickplätze, auch überdacht, mit Tischen und Bänken. Wer möchte kann sogar einen der vielen Grills benutzen, die kostenfrei auf dem gesamten Gelände verteilt zur Benutzung bereit stehen. Kohle und Grillgut vorausgesetzt.

Ferkelei

Das nachfolgende Foto des Rutschenturms im Bereich des Irrland International Airport ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 32 entstanden.

#32 Irrland – Das Rutschenparadies