Wir leben hier sehr ländlich. Sobald wir aus dem Fenster schauen oder nur 100 Meter den Ort verlassen, sehen wir Bauernhöfe, die inmitten von Feldern und Wiesen ihren Platz gefunden haben. Da wundert es nicht, dass für die Kinder die Themen Tiere, Traktoren und Bauernhof sehr präsent sind.

Es ist keine Seltenheit, dass der Schleichtierkorb geräubert wird, die Tiere gefüttert werden und mit dem Traktor auf die Wiese gebracht werden. Hat der Papa auch noch gerade den Rasen gemäht oder, in der kindlichen Fantasie besser formuliert, Heu gemacht, so bringt der große Ladewagen das Heu direkt vom Feld zu den Tieren auf den Bauernhof, damit diese nicht hungern müssen. Der Große rutscht dabei auf dem Boden rum, fährt mit dem Traktor und dem Anhänger über die Terrasse, den großen Bauernhofvorplatz, und positioniert die Tiere an ihren Futterstellen.

Dabei bleibt nicht aus, dass die Knie über den Boden schubbern und der getragene Hosenstoff seine Stabilität und Festigkeit verliert. Mittlerweile weisen mindestens die Hälfte aller Hosen Schwächezonen im Bereich der Knie auf, sogar so groß, dass ein Flicken für die Lösung des Problems nicht ausreicht. Hier hilft nur noch Hosenbein über der Schwächezone abschneiden, zur kurzen Hose für den Sommer umfunktionieren und für das noch laufende Frühjahr neue lange Hosen kaufen. Das sorgt für eine florierende Bekleidungsindustrie und genug Hosennachschub für den Sommer.

Das nachfolgende Foto der Schleichtierbauernhofwelt auf unserer Terrasse ist im Rahmen meines Projekts 50 + 2 | 2017 in der Kalenderwoche 17 entstanden.

#17 Bauernhof zu Hause